Künstlerischer Werdegang - Elisabeth Strauß - Freischaffende Künstlerin

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Künstlerischer Werdegang
1965   geboren in Dornbirn, Vorarlberg
1980   Schülerin an der HTL Ortweinplatz, Graz / Abteilung „Dekorative Gestaltung und Bühnenbild“
1986 – 1989 Ausstellungen im regionalen Bereich, wie Traklhaus (Salzburg), Burg Mauterndorf (Lungau)
Ab 1990 Als freischaffende Künstlerin tätig, Ausstellungen und Aufträge im In- und Ausland
Zusammenarbeit mit Architekten im Bereich „Kunst am Bau“
1991  Studienreise nach New York
1996  Teilnahme am Symposion „Felsenfest“ in Mauterndorf (Lungau)
1997  Teilnahme am Symposion „Holzfest“ in Unternberg (Lungau)
1999  Öffentlicher Auftrag der Marktgemeinde Marchtrenk (Oberösterreich):
Künstlerische Wandgestaltung des Trauungssaals
2000  » Ausstellung in Bischofshofen „Kunst Innergebirg“
         » Gemeinschaftsprojekt „Kunstkalender“ der Firma Ökopharm
» Teilnahme am Symposion „Sagen, Märchen, Archetypen“ in Moosham (Unternberg)
2002  » Kunsterzieherische Tätigkeit an der Polytechnischen Schule Tamsweg
» Gemeinschaftsprojekt mit Salzburger Wirtschaftstreibenden (Kunst am Bau)
2004  » Bühnenbild und Kostüme für „Don Quichote“, Theater ecce, Regie: R. Tritscher
» Einzelausstellung Galerie Lungau (Mauterndorf)
2005  » Bühnenbild und Kostüme für „Schuld und Sühne“, Theater ecce, Regie: R. Tritscher
» Kostüme für „Blaue Hunde Kuchenstücke“, Theater Blaue Hunde, Regie: W. Junger
» Workshop für Special Art in Ramingstein (Lungau)
2006  » Projektleitung von Artists in Residence / St. Margarethen im Lungau
          im Rahmen der „Lungauer Begegnungen“
» Bühnenbild und Kostüme für „Oberösterreich“, Theater Mokrit, Regie: G. Reiter
» Bühnenbild und Kostüme für „Hundeherz“, Theater ecce, Regie: R. Tritscher
» Bühnenbild u. Kostüme für „Feuervogel“ / Theater ECCE, Regie: R. Tritscher
2007  » Bühnenbild und Kostüme für „Macbett“, Theater ecce, Regie: R. Tritscher
» Bühnenbild Kostüme „Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen“,
          Theater ecce, Regie: R. Tritscher
         » Studienreise nach Italien
         » Bühnenbild und Kostüme für „Die dumme Augustine“, Theater Mokrit, Regie: G. Es
2008  » Einzelausstellung Sparkasse Eferding (Oberösterreich)
» „Farbentöne“: Ein dialogisches Projekt von Lungau Kultur: Licht,
           Bilder und Musik ergeben eine Einheit. Regie: Elisabeth Strauß
» Bühnenbild und Kostüme für „Fjellgard“, Theater Mokrit, Regie: G. Es
» Bühnenbild und Kostüme für „Die Gräfin“, Theater Mokrit, Regie: G. Es
2009   Künstlerische Leitung für das Projekt „Aqua“ / Ein Tanz-Theater-Musik-Projekt im Rahmen von Special Art
          Freie Mitarbeiterin der Lungauer Kulturvereinigung (LKV)
          Teilnahme an „Porte apperte 2009“ (Künstlerbiennale von Iseo, Italien)
          Bühnenbild und Kostüme für „Der Sturm“, Theater Ecce, Regie: R. Tritscher
2010  » „Artists in Residence“ in Bihac (Bosnien),
Ausstellung in der Stadtgalerie Bihac
» Bühnenbild und Kostüme für „Der Untersberg“, Theater Mokrit, Regie: G. Es
» Künstlerische Leitung für Special Art
» Bühnenbild und Kostüme für „Das Mädchen am Ende der Straße“,
  Theater Mokrit, Regie: G. Es
2011  » Bühnenbild und Kostüme für „Tritsch Tratsch“, Theater Mokrit, Regie: R. Wimmer
2012  » Bühnenbild und Kostüme für „Tannöd“, Theater Mokrit, Regie: G. Gratzer
» Ausstellung an verschiedenen Veranstaltungsorten im Rahmen von
  „Eachtling and more“
» Kostüme für „Till Eulenspiegel“, Theater ecce, Bühne: Alois Ellmauer, Regie: R. Tritscher
2013  » Kunst im öffentlichen Raum: Kunstprojekt im Kindergarten
Unternberg: Glasmosaik und Malerei
2014  » Kostüme für „Gegen den Fortschritt“ und „Gegen die Liebe“, Theater
ecce und die Deutsche Abteilung am Nationaltheater „Radu Stanca“,
            Sibiu (Rumänien); Bühne: A. Ellmauer, Regie: M. Hoppe, R. Tritscher
» Bühnenbild und Kostüme für „Ein Jedermann“, Theater Mokrit, Regie: G. Es
» Einzelausstellung am Hiasnhof in Göriach bei Greti und Gunther  
           Naynar im Rahmen von „Eachtling and more“
2015  » Bühnenbild und Kostüme für „Mord im Pfarrhaus“, Theater Mokrit, Regie: G. Gratzer
» Maskenbau für das Stück „Amore“, Theater Mokrit, Regie: W. Anichhofer
» Kunst im öffentlichen Raum: Fassadengestaltung: Kunstprojekt mit   
           den Schülerinnen und Schülern der Volksschule Unternberg
2016  » Bühnenbild und Kostüme für „Stille Nacht“, Theater Mokrit,
            Buch und Regie: W. Anichhofer, R. Wimmer
2017  » "S'Wirtshaus zur schönen Aussicht", Theater Mokrit
            Buch u. Regie: Walter Anichhofer, Robert Wimmer, Musik: Salzburger Nockerl
2018  » "Bonnie & Clyde", Eine Lungauer Sommerliebe 1977, Theater Mokrit, Musik: Querschläger
         » Artist in Residence, Edelhof Forchtenstein/Burgenland
           Einzelausstellung: "Zuhause - und die Freiheit zu reisen", Musik: Peter Ratzenbeck

                         "Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!"

Das ist die Haltung, die nach der Meinung des Dichters Günter Eich der Künstler in unserer Zeit einnehmen muss. Die Künstlerin Elisabeth Strauß ist in vielerlei Hinsicht eine Oppositionelle.

Zunächst einmal ist sie eine Malerin, die entgegen dem immer noch vorherrschenden Trend zum Abstrakten großteils gegenständliche Aquarelle, Acrylbilder und Pastellarbeiten schafft. Aber siehe da: Selbst dieser klaren Aussage entzieht sie den Boden, denn wenn man ihre Arbeiten genauer betrachtet, so kann man viel Abstraktion, vieles, was nicht konkret einzuordnen ist, entdecken.

Unsere Zeit ist schnelllebig und ihre Produkte wirken dadurch zum Teil auch ungenau, überhastet, beliebig, ja schlampig, aber dafür gibt es sie in rauen Mengen. Zu diesem Zeitgeist, man ist versucht zu sagen „Ungeist“, setzt Elisabeth Strauß einen Gegenpol. Sie präsentiert uns Werke, die klar erkennen lassen, wieviel Zeit, Energie und Herzblut darin investiert worden sind. Es geht hier nicht um Quantität, um Produktionssteigerung, um Effizienz. Die Werke von Frau Strauß haben Qualität und Tiefe, sie lassen große Sorgfalt, Muße und Liebe erkennen. Die Künstlerin schielt niemals auf den kalkulierbaren materiellen Erfolg.

In der Kunstwelt ist man sich schon seit langer Zeit darüber einig, dass Kunst die Aufgabe hätte, dem Menschen zu zeigen, was alles übel laufe in dieser Welt. Künstler, die das Augenmerk auch auf die schönen Dinge lenken, werden oft genug belächelt und in das „kitschige Eck“ gestellt. Dass Kunst ästhetisch sein kann, ohne darum nur dekorativ oder gar kitschig und seicht sein zu müssen, beweisen die Arbeiten von Frau Strauß. Es ist ja tatsächlich so: Die Welt ist nicht immer perfekt, zu jeder Zeit und überall werden wir mit Problemen, Mangel, Unglück, Fehlern, Katastrophen konfrontiert. Ist es da nicht schon die allerhöchste Zeit, dass uns eine Interpretation von der Welt geboten wird, die uns endlich wieder dazu inspiriert, auch das Schöne und das Ästhetische wahrzunehmen? Die Künstlerin bietet uns ohne Sentimentalität oder gar Anbiederung und Schönfärberei eine solch positive Perspektive auf die Realität.

Heute kann man ständig hören, dass sich spezialisieren muss, wer Erfolg haben will. Auch in dieser Hinsicht schwimmt Elisabeth Strauß gegen den Mainstream. Sie zeigt eindrucksvoll, dass Vielseitigkeit in jeder Hinsicht befruchtend sein kann. Die Bilder der Künstlerin zeigen eine Fülle verschiedener Motive, Formate und Arbeitsweisen, ihre Arbeiten als Bühnenbildnerin und Ausstatterin sprühen bei aller Funktionalität vor Phantasie, ihre Glasmosaike fügen sich harmonisch in das Gesamtbild der jeweiligen Architektur ein, die Wandgemälde auf Nutzbauten und in Freizeiteinrichtungen unterstützen und betonen den Zweck, für den diese Gebäude konzipiert wurden, und heben durch ihre edle Ästhetik deren Wert.

Viele zeitgenössische Künstler erheben mehr denn je den Anspruch, die Welt hoch intellektuell zu erklären. Nicht selten ist es für den Kunstinteressierten daher notwendig, viele Seiten erläuternden Textes durchzustudieren, damit er in der Lage ist, die Kunstwerke interpretieren zu können. Frau Strauß hingegen scheut sich nicht zu bekennen, dass ihre Stärke keineswegs in den luftigen Höhen der Wissenschaftlichkeit, der Vernunft, der intellektuellen Auseinandersetzung liegt. Nein, ihre Heimat ist die Welt der Intuition und des Gefühls, der Empfindungen und Ahnungen. Dadurch ist es auch dem Betrachter ein Leichtes, die Seele und Ausstrahlung ihrer Bilder unmittelbar zu erfühlen.

                                                                                                                              
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